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Präzisionslandwirtschaft

Agrardrohnen in der Schweiz: Modelle, Einsatz und Preise

Eine professionelle Agrardrohne wie die DJI Agras T50 versprüht bis zu 40 kg Pflanzenschutzmittel oder streut bis zu 50 kg Dünger pro Flug, bei einem in Frankreich beobachteten Einstiegspreis von rund 10'900 EUR exkl. MWST. In der Schweiz dominiert DJI den Markt für zivile Drohnen (weltweit rund 70 Prozent, im Agrarsegment rund 30 Prozent), und Händler wie die Agrarpiloten GmbH (Lyssach, BE) oder die Trenderia GmbH (Seeland) bieten Geräte, Schulung und teilweise auch die Dienstleistung aus einer Hand an.

Wofür wird eine Agrardrohne eingesetzt?

Die professionelle Agrardrohne ersetzt oder ergänzt die klassische Feldspritze und den Düngerstreuer bei drei Haupteinsätzen: der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln, der Verteilung von Dünger oder Saatgut sowie der Kartierung von Kulturen mittels multispektraler Bildgebung.

Für die Kartierung erfassen Geräte wie die DJI Mavic 3 Multispectral den Zustand der Vegetation (NDVI-Indizes) und ermöglichen gezielte Massnahmen statt einer einheitlichen Behandlung der ganzen Parzelle.

Sprüh- und Streudrohnen eignen sich besonders für Hangweinberge, mit dem Traktor schwer zugängliche Ackerflächen sowie Betriebe, die die Bodenverdichtung reduzieren möchten.

Welche Modelle sind auf dem Markt erhältlich?

DJI bleibt der führende Hersteller mit der Agras-Serie. Die T50 verfügt über einen 40-Liter-Tank für die Ausbringung (bis 40 kg) und einen 50-kg-Trichter für das Streuen; die kompaktere T25 eignet sich für enge Parzellen oder Terrassenweinberge.

XAG, die Nummer zwei weltweit, bietet die P100 Pro (laut Hersteller rund 30'000 USD) und die P150 an, doch bisher wurde kein Schweizer Händler für diese Marke identifiziert. EAVision vertreibt die J100 mit binokularem Sichtsystem (rund 20'000 USD) für komplexes Gelände.

  • DJI Agras T50 — Tank 40 L / Trichter 50 kg, Marktreferenz
  • DJI Agras T25 — kompakte Bauform für enge Parzellen und Terrassenweinberge
  • XAG P100 Pro / P150 — ernstzunehmende Alternative, in der Schweiz noch nicht vertrieben
  • EAVision J100 — binokulares Sichtsystem für komplexes Gelände
  • DJI Mavic 3 Multispectral — Kartierung und Vegetationsüberwachung

Händler und Dienstleister in der Schweiz

Die Agrarpiloten GmbH (Lyssach, BE) ist offizieller DJI-Agriculture-Händler und bietet zusätzlich die Dienstleistung für Ausbringung und Streuung an, für Betriebe, die nicht in ein eigenes Gerät investieren möchten.

Die Trenderia GmbH (Seeland) importiert DJI-Drohnen, die Dronesolutions Schweiz GmbH übernimmt Verkauf und Inbetriebnahme, und Optimum-System bietet die Agras T30 und T50 auf Anfrage mit technischer Begleitung an.

  • Agrarpiloten GmbH — Lyssach (BE), DJI-Agriculture-Händler, Verkauf und Dienstleistung
  • Trenderia GmbH — Seeland, DJI-Importeur
  • Dronesolutions Schweiz GmbH — Verkauf und Inbetriebnahme
  • Optimum-System — DJI Agras T30 / T50 auf Anfrage

Was kostet eine Agrardrohne?

Zur Orientierung: Eine DJI Agras T50 wird in Frankreich ab rund 10'900 EUR exkl. MWST angeboten; der Schweizer Preis hängt vom Händler, den Optionen (Batterien, Ladestation, Schulung) und dem Wechselkurs ab. Eine aktuelle Offerte bei einem Schweizer Händler ist verlässlicher als ein ausländischer Richtpreis.

Die XAG P100 Pro wird vom Hersteller mit rund 30'000 USD angegeben, doch das Fehlen eines identifizierten Schweizer Händlers erschwert derzeit den Zugang zu Service und Ersatzteilen für dieses Modell in der Schweiz.

Vom Hersteller angegebene Einsparungen

Die Hersteller von Agrardrohnen geben gegenüber traditionellen Methoden erhebliche Einsparungen an: bis zu 90 Prozent weniger Wasser und 30 bis 40 Prozent weniger Pflanzenschutzmittel bei vergleichbarem Behandlungsergebnis, gemäss eigenen Herstellerangaben.

Diese Zahlen stammen von den Herstellern und sollten je nach Kultur, Gelände und Geräteeinstellung im Einzelfall überprüft werden; sie stellen keine Ertragsgarantie dar.

Drohne kaufen oder eine Dienstleistung beauftragen?

Der Kauf eignet sich für Betriebe, die regelmässig mehrere Hektaren behandeln und über einen ausgebildeten, beim BAZL registrierten Piloten verfügen. Er bedeutet eine Anfangsinvestition, den Unterhalt des Geräts und die laufende Erneuerung der Bewilligungen.

Die Beauftragung eines Schweizer Dienstleisters (etwa der Agrarpiloten GmbH) erlaubt es, die Technologie ohne Investition zu testen, insbesondere für eine einzelne Parzelle oder eine einmalige Saison. SinoDrone vermittelt je nach Projekt beide Optionen.

Häufige Fragen

Was kostet eine Agrardrohne wie die DJI Agras T50?

In Frankreich wird die DJI Agras T50 laut Hersteller ab rund 10'900 EUR exkl. MWST angeboten. In der Schweiz hängt der Preis vom Händler, dem Zubehör und der inbegriffenen Schulung ab; eine Offerte bei einem Schweizer Händler wie der Agrarpiloten GmbH oder Optimum-System liefert den genauen Betrag.

Welche Nutzlast kann eine landwirtschaftliche Sprühdrohne transportieren?

Die DJI Agras T50 versprüht laut Herstellerangaben bis zu 40 kg Flüssigmittel pro Flug und streut im Feststoffmodus bis zu 50 kg. Die kompaktere T25 bietet eine geringere Kapazität und eignet sich für kleinere Parzellen.

Braucht man in der Schweiz eine Bewilligung für den Einsatz einer Agrardrohne?

Ja. Der Betreiber muss auf UAS.gate registriert sein, und für die Ausbringung oder Streuung ist eine doppelte Bewilligung nötig: jene des BAZL sowie die Agroscope-Zulassung des eingesetzten Modells. Die Details dazu finden Sie auf unserer Seite zur Regulierung.

Was unterscheidet DJI und XAG in der Landwirtschaft?

DJI dominiert den weltweiten Markt für zivile Drohnen (rund 70 Prozent) und bietet mit der Agras-Serie ein in der Schweiz breit vertriebenes Angebot. XAG, weltweit zweitgrösster Hersteller mit den Modellen P100 Pro und P150, hat bisher keinen identifizierten Schweizer Händler, was den lokalen Service einschränkt.

Kann man eine Agrardrohne mieten oder eine Dienstleistung beauftragen?

Ja, mehrere Schweizer Anbieter wie die Agrarpiloten GmbH bieten die Komplettdienstleistung (Pilot, Drohne, Mittel) an, ohne dass der Betrieb ein eigenes Gerät kaufen muss. Diese Option eignet sich für einen einmaligen Einsatz oder eine Testphase.

Sind die angegebenen Wasser- und Mitteleinsparungen garantiert?

Nein. Die Zahlen von 90 Prozent Wasser- und 30 bis 40 Prozent Mitteleinsparung stammen von den Herstellern und variieren stark je nach Kultur, Gelände und Einstellung. Sie geben eine Grössenordnung an, keine Ergebnisgarantie.

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